Pressemitteilung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Frankfurt am Main
CDU gegen Arbeitnehmerrechte:
Frankfurter DGB-Gewerkschaften rufen zu Protest gegen CDU-Aschermittwoch auf
13.02.2026
Die Frankfurter DGB-Gewerkschaften wollen die von der Bundes-CDU geforderten Beschneidungen von Arbeitnehmerrechten nicht unwidersprochen lassen: „Keine Angriffe auf das Arbeitszeitgesetz! Keine Privatisierung der Altersvorsorge! Finger weg von der Karenzzeit bei Krankmeldungen!“ lauten einige der Forderungen des zuerst in den Sozialen Medien verbreiteten Aufrufs. Er ruft zum Protest vor der Aschermittwoch-Veranstaltung der CDU Frankfurt am 18.02.2026 um 18 Uhr im Bürgerhaus Frankfurt-Harheim auf.
Die Idee sei spontan auf der DGB-Vorstandssitzung am vergangenen Dienstag entstanden, so der Frankfurter DGB-Vorsitzende Philipp Jacks. Insbesondere die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) sehe in den wiederholten Vorstößen von Bundeskanzler Friedrich Merz und der Bundes-CDU eine schwerwiegende Gefahr für die hart erkämpften Arbeitnehmerrechte und den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalt.
„Schichten von bis zu 13 Stunden täglich, in Extremfällen Wochenarbeitszeiten von bis zu 73,5 Stunden. Das löst keine gesellschaftlichen Probleme, sondern verschärft sie. Außerdem führen zu lange Arbeitszeiten nachweislich zu mehr Schlafstörungen, Burnout und Herz-Kreislauf-Erkrankungen“, so Jacks. „Friedrich Merz ist Mitbegründer der arbeitnehmerfeindlichen Lobbyorganisation ‚Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)‘ und war viele Jahre führender Lobbyist der Finanzbranche. Dass er sich nun als Bundeskanzler für die Privatisierung der Altersvorsorge und die Beschneidung von Arbeitnehmerrechten einsetzt, ist leider wenig überraschend, aber skandalös. Er ist kein Kanzler der Bevölkerung, sondern ein Kanzler der Finanz- und Arbeitgeberlobby.“
Unter dem Motto „Mit Macht für die 8“ setzt sich der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) bundesweit für den Erhalt des aktuellen Arbeitszeitgesetzes ein.
